Redesign Pluspublish Software
Redesign einer Publishing-Software: von gewachsener Komplexität zu einer klaren, konsistenten Oberfläche, die Redaktionen täglich benutzen.

Hintergrund
PlusPublish ist eine Software, mit der Unternehmen und Agenturen ihre Social-Media-Kanäle an einem Ort führen: Beiträge planen, Kommentare und Nachrichten beantworten, Reichweite auswerten. Dazu kommen KI-Funktionen — Hateprotect prüft eingehende Kommentare rund um die Uhr auf Hass und Spam, der Content Assistant liefert Ideen zu einem Thema, die VAS-Analyse bewertet ein Bild, bevor es online geht.
Die Software ist über Jahre gewachsen, und jede neue Funktion brachte eigene Muster mit: eigene Buttons, eigene Abstände, eine eigene Art, Dinge zu benennen. Für sich genommen war jede Seite in Ordnung. Zusammen ergaben sie kein Produkt, sondern eine Sammlung. Die Aufgabe war deshalb kein Facelift, sondern das komplette Interface: jede Seite, jeder Zustand, jedes Modal — und zwar so, dass Bestandskunden sich nicht neu einarbeiten müssen.
Struktur
Der erste Schritt war nicht das Aussehen, sondern die Ordnung. Die Navigation fasst die neun Arbeitsbereiche in einer Leiste zusammen, getrennt davon die Einstellungen. Was täglich gebraucht wird, steht oben — Dashboard, Kalender, Nachrichten, Kommentare. Was einmal im Quartal angefasst wird, steht unten.
Jede Seite folgt demselben Muster: Titel links, daneben ein kurzer Hinweis, was die Seite tut, rechts die eine Aktion, die hier am häufigsten gebraucht wird. Listen haben überall dasselbe Aktionsmenü, Filter sitzen überall an derselben Stelle. Wer eine Seite kennt, kennt alle. Das klingt banal, ist aber der Unterschied zwischen einer Software, die man lernen muss, und einer, die man einfach benutzt.

Design
Eine Akzentfarbe, sonst Grautöne. Das Violett bekommt nur, was klickbar ist oder Aufmerksamkeit braucht: der primäre Button, der aktive Tab, der Status von Hateprotect. Alles andere hält sich zurück. Karten liegen als hellgraue Flächen auf Weiß, die Inhalte darin auf weißen Kacheln — zwei Ebenen, mehr nicht. So bleibt auch eine dichte Seite wie das Dashboard lesbar, obwohl sie Video, Checkliste, geplante Beiträge, To-dos, Statistik und Aktivitäten gleichzeitig zeigt.
Die KI-Funktionen sind überall gleich gekennzeichnet: dasselbe Funkel-Symbol am Button, dieselbe Formulierung, derselbe Token-Zähler oben rechts. Wer auf „AI-Antwort" klickt, weiß vorher, was passiert und was es kostet.

Der Kommentar-Dialog zeigt das Prinzip: Statt eines leeren Textfelds bekommt die Redaktion zwei fertige Vorschläge, kann einen übernehmen oder selbst schreiben. Die KI macht ein Angebot, entscheidet aber nicht.


Onboarding
Ein Redesign verändert für Neukunden am meisten — sie sehen die Software zum ersten Mal. Deshalb bekam der Einstieg einen eigenen Ablauf: Nach der Registrierung ein Begrüßungsbildschirm, der in drei Punkten sagt, was PlusPublish kann. Dann das Markenprofil in vier Schritten — Werte, Kernbotschaften, Zielgruppe, Markenfarbe — damit die KI von Anfang an im richtigen Ton schreibt.


Auf dem Dashboard startet danach eine kurze Tour, und jeder leere Bereich sagt, was als Nächstes zu tun ist: Channel verknüpfen, Hateprotect aktivieren, ersten Beitrag erstellen. Ein leeres Dashboard ist kein Fehler, sondern eine To-do-Liste.

Ergebnis
Nach drei Monaten stand das komplette Interface in Figma: über 60 Screens und Zustände, vom Registrierungsprozess bis zum Upselling-Modal, dazu die Komponenten, aus denen sie gebaut sind. Jede neue Funktion, die PlusPublish seitdem ergänzt, hat ein Raster, in das sie passt — das war der eigentliche Auftrag hinter dem Redesign.
Lass uns sprechen
Du planst eine Website, eine App, ein Redesign — oder möchtest euer Team mit einem AI-UX Workshop voranbringen?
Ich unterstütze Unternehmen dabei, komplexe Anforderungen in klare, nutzerfreundliche Lösungen zu übersetzen.