Case Study

BetBuddy – Wetten und Partyspiele unter Freunden

Eine Web-App und iPhone-App für Freundesgruppen: Freundschaftswetten mit virtuellen Punkten, BetBingo, Ich hab noch nie, Wahrheit oder Pflicht, Jahresbingo und mehr. Mit Gruppen, Ranglisten, Streaks und einem Waschbären, den man hochleveln kann. Mein eigenes Produkt – von der Idee über das UI Design bis zur Umsetzung in Nuxt und zur App im App Store.

Textfassung des Videos
  1. 0:00Das BetBuddy-Logo, ein Waschbär, zeichnet sich auf. BetBuddy – Wetten unter Freunden.
  2. 0:04Wetten. Ohne Geld.
  3. 0:06Live-Wette in der Gruppe „Die Jungs“: Kommt Max wieder zu spät? Die Stimmen laufen ein, 75 Prozent Ja, 25 Prozent Nein. Gewonnen: plus 240 Punkte.
  4. 0:10BetBingo: Szenarien wie „Jemand weint“, „Pizza“ und „Karaoke“ werden abgehakt, eine Reihe ist voll.
  5. 0:12Ich hab noch nie … im Club eingeschlafen. Hab ich!
  6. 0:13Wahrheit oder Pflicht: Pflicht – Sing den Refrain deines Lieblingssongs.
  7. 0:15Wer würde eher? Die Gruppe stimmt ab.
  8. 0:167 Tage Streak, Multiplikator 1,5.
  9. 0:18Rangliste der Woche. Du rückst auf Platz eins vor. Gewinn die Ehre.
  10. 0:22Lustige Wetten und Partyspiele mit deinen Freunden. Kostenlos, ohne echtes Geld, im Browser und auf dem iPhone. Kostenlos starten auf bet-buddy.de.

Hintergrund

In jeder Freundesgruppe wird gewettet. Wer kommt wieder zu spät zum Brunch, wer schafft keine fünf Liegestütze, wer bestellt am Freitag wieder Pizza? Meistens im Gruppenchat, und genau dort gehen die Wetten unter. Nach einer Woche weiß niemand mehr, wer auf was gesetzt hat, wer gewonnen hat und wer noch eine Runde schuldet.

BetBuddy ist meine Antwort darauf: eine App, in der Freundesgruppen ihre Wetten festhalten, abstimmen und auflösen. Mit virtuellen Punkten statt Geld, damit es Spaß bleibt und kein Glücksspiel wird. Aus der Wett-App ist über die Monate ein ganzer Spielebereich für Spieleabende, Partys und Junggesellenabschiede geworden.

Das Projekt ist mein eigenes Produkt. Konzept, UX, UI Design, Entwicklung, App-Store-Veröffentlichung und Suchmaschinenoptimierung liegen bei mir. Damit zeigt es, wie ich auch für Kundinnen und Kunden arbeite: eine Web-App und iOS-App aus einer Hand, von der ersten Skizze bis zum Livebetrieb.

Das Showreel

Ganz oben auf dieser Seite läuft das Showreel, das auch auf der Landingpage von BetBuddy steht. In 27 Sekunden zeigt es, was die App kann: eine Live-Wette in der Gruppe, den Gewinn, die Partyspiele, die Streak und die Rangliste. Jede Szene zeigt die echte Oberfläche der App und trägt genau eine Aussage, damit man es auch ohne Ton versteht. Wie ein solches Video aufgebaut ist, beschreibe ich ausführlicher im Artikel über das Produktvideo für die Landingpage.

Die Freundschaftswette

Die Wette ist der Kern der App. Wer eine Wette aufstellt, tippt eine Behauptung ein, wählt seine Seite und setzt Punkte. Die anderen in der Gruppe stimmen mit Ja oder Nein dagegen, kommentieren und reagieren mit Emojis. Steht das Ergebnis fest, verteilt BetBuddy den Punkte-Topf automatisch an alle, die richtig lagen. Niemand muss mehr nachrechnen.

Zwei iPhones mit BetBuddy: links das Dashboard mit der Begrüßung Bereit, Jannik?, einem Hinweis auf offene Schulden, drei laufenden Wetten wie Max schafft keine 5 Liegestütze und Kacheln für Gruppe erstellen, Direktwette und Freunde suchen. Rechts eine aufgelöste Wette Max kommt wieder zu spät zum Brunch mit 60 Punkten im Topf, zwei Wettern, Ja eingetroffen und der Wettverteilung 100 zu 0 Prozent
Dashboard und Wette

Die erste Wette lässt sich schon auf der Startseite formulieren, noch bevor man ein Konto hat. Wer eine Behauptung eintippt, sieht sofort, wie daraus eine Wette wird. Das Konto kommt erst danach, wenn die Wette gespeichert werden soll. So steht am Anfang das Erlebnis und nicht ein Registrierungsformular.

Statt Punkten kann eine Gruppe auch um Dinge wetten, die sie selbst festlegt, etwa einen Kaffee oder eine Pizza. Solche Sachwetten landen in einer Schuldenliste, damit klar bleibt, wer wem noch etwas ausgibt.

Gruppen, Streaks und Ranglisten

Gewettet wird in Gruppen. Wer eine Gruppe gründet, teilt einen Einladungscode, einen Link für WhatsApp oder einen QR-Code. In der Gruppe sehen alle die offenen Wetten, den Punktestand und wer gerade vorn liegt. Benachrichtigungen melden neue Wetten, Ergebnisse und Gewinne, die noch abgeholt werden wollen.

Zwei iPhones mit BetBuddy: links die Gruppenübersicht mit angepinnter Globaler Rangliste und fünf Gruppen wie Freitagabend Crew, WG Schanze und Festival-Crew, rechts die Globale Rangliste mit dem eigenen Platz 8 oben und darunter Gold, Silber und Bronze für die drei punktstärksten Spielerinnen und Spieler
Gruppen und Rangliste

Damit die App nicht nach dem ersten Abend vergessen wird, belohnt sie Regelmäßigkeit. Wer täglich dabei ist, baut eine Streak auf, die bis zu einem doppelten Multiplikator auf alle Gewinne bringt. Dazu kommen ein tägliches Geschenk, Erfolge zum Freischalten und ein Shop, in dem Punkte gegen Items mit echten Spielfolgen getauscht werden, etwa einen Wett-Schutz, der einen verlorenen Einsatz rettet.

Ein Waschbär als Maskottchen

Jede Person in BetBuddy bekommt einen eigenen Waschbären, den Coon. Er sammelt Erfahrungspunkte, wenn man Wetten erstellt, gewinnt oder sich täglich einloggt, und steigt im Level auf. Im Shop gibt es Krone, Sonnenbrille, Goldkette und andere Accessoires für vier Slots sowie sechs Gesichtsausdrücke. Tippt man den Waschbären an, schüttelt er sich, hüpft oder grummelt.

Zwei iPhones mit BetBuddy: links das Profil mit Level-4-Waschbär mit Zylinder, Monokel und grünem Schal, Erfahrungsbalken bei 312 von 400 XP und der Ausrüstung mit Mundausdrücken, rechts der Shop mit aktiven Buffs, Filtern und Karten für Coon-Items wie Fliege, Baseballcap und Partyhut mit Preisen in Punkten
Coon und Shop

Der Waschbär ist mehr als Dekoration. Er gibt der App ein Gesicht, taucht im Logo, im Onboarding und im Showreel auf und macht Fortschritt sichtbar, auch an Tagen, an denen keine Wette läuft. Wer ihn nicht zeigen will, kann ihn für andere ausblenden.

BetBingo

BetBingo verbindet Wetten mit Bingo. Vor einem Abend schlagen alle Szenarien vor, je verrückter, desto besser: „Max trinkt zuerst“, „Jemand tanzt allein“, „Taxi kommt zu spät“. Jede Person baut daraus ihr eigenes 3×3-Feld. Trifft ein Szenario ein, bestätigen es alle, und wer zuerst drei in einer Reihe hat, gewinnt den Topf.

Aus derselben Idee sind zwei Varianten entstanden. Das Jahresbingo begleitet ein ganzes Jahr: 16 Felder wie „Urlaub im Ausland“ oder „Neues Hobby ausprobiert“, die man abhakt, wenn sie im echten Leben passieren. Das Festival Bingo funktioniert als Tippspiel über ein ganzes Festivalwochenende, mit einem Pool aus über 100 Szenarien.

Ein ganzer Spielebereich

Mit der Zeit kamen klassische Partyspiele dazu, weil Gruppen, die zusammen wetten, auch zusammen spielen. Alle laufen in derselben App, ohne zweiten Download und ohne zweites Konto.

  • Ich hab noch nie: Hunderte Karten in vier Kategorien, von „Unschuldig“ bis „Bodenlos“. Nach rechts wischen heißt „Gemacht!“, nach links „Noch nie“. Eigene Karten aus der Gruppe lassen sich hinzufügen, und das Spiel läuft auch offline.
  • Wahrheit oder Pflicht: Ein Handy wandert reihum. Nach dem Wischen dreht sich die Karte um und zeigt die Aufgabe. Nach drei Wahrheiten in Folge ist Pflicht Pflicht, und manche Aufgaben laufen mit Timer über mehrere Runden.
  • Wer würde eher: Fragen über die eigene Freundesgruppe, bei denen alle abstimmen. Spielbar ganz ohne Konto.
  • Flappy Coon: Ein Minispiel mit dem Waschbären, in dem man täglich Punkte für den Shop verdient.
Drei iPhones mit BetBuddy: links der Spielebereich mit Festival Bingo als Highlight, Ich hab noch nie, Wahrheit oder Pflicht, BetBingo und Wer würde eher, in der Mitte eine Ich-hab-noch-nie-Karte mit dem Satz beim Kochen etwas angebrannt und danach alle Fenster aufgerissen, rechts ein beendetes BetBingo Sommerfest 2026 mit Gewinnerbanner und einem 4×4-Feld mit abgehakten Szenarien
Spielebereich

Als Nächstes kommt SideQuest: Challenges, die man draußen im echten Leben erledigt und von den Freunden bestätigen lässt. Ein erster Live-Test lief im September 2026 bei einer Party in Hamburg.

Die iPhone-App

BetBuddy läuft komplett im Browser. Für ein Icon auf dem Home-Bildschirm und Push-Mitteilungen gibt es zusätzlich eine kostenlose App für das iPhone im App Store. Sie meldet neue Wetten in der Gruppe, Ergebnisse und das tägliche Geschenk.

Die App ist mit Capacitor gebaut und lädt die Web-App. Web und iPhone teilen sich damit eine einzige Codebasis: Eine neue Funktion ist mit dem nächsten Web-Deploy auch in der App, ohne Update im App Store. Ein neuer Build ist nur nötig, wenn sich native Teile ändern, etwa Icons, Splash-Screen oder Plugins für Push-Mitteilungen.

Warum eine App statt des Gruppenchats

Die wichtigste Frage für die Landingpage war nicht „Was kann die App?“, sondern „Warum nicht einfach WhatsApp?“. Die Antwort steht dort als direkter Vergleich. Im Chat geht unter, wer auf was gesetzt hat, Schulden werden vergessen, und am Ende hat niemand den Überblick. In BetBuddy ist alles festgehalten, Punkte werden automatisch verteilt, und Kommentare stehen direkt unter der Wette.

Design

BetBuddy ist dunkel, bunt und laut, weil die App abends auf Partys und in Bars benutzt wird. Der Hintergrund ist ein tiefes Nachtblau mit weichen Farbverläufen in Grün, Violett und Orange. Grün steht für Gewinn und die wichtigste Aktion auf jedem Bildschirm, Orange für Streaks und Belohnungen. Jedes Spiel bekommt einen eigenen Farbton, damit man sofort sieht, wo man ist, von Pink bei Ich hab noch nie bis Violett beim Bingo.

Viele Spiele lassen sich mit einer Hand und mit Wischgesten bedienen, weil das Handy oft reihum geht. Die Texte duzen, sind kurz und dürfen auch mal frech sein, etwa wenn nach drei Wahrheiten in Folge „Pflicht ist Pflicht“ auf dem Bildschirm steht. Wie ich solche Oberflächen strukturiere, steht auch in den Artikeln zu Mobile First, Dark Mode und Onboarding-Design.

Umsetzung

BetBuddy ist mit Nuxt, Vue und Tailwind CSS gebaut und wird serverseitig gerendert. Die API liegt im selben Projekt, dahinter Prisma und eine MySQL-Datenbank. Gestartet bin ich mit SQLite und im Juni 2026 auf MySQL umgezogen, als mehr Gruppen gleichzeitig spielten. Die Anmeldung läuft über eine eigene Cookie-Authentifizierung ohne externen Anbieter, damit alle Daten auf dem eigenen Server in Deutschland bleiben.

Abgelaufene Wetten, tägliche Geschenke und Erinnerungen laufen über geplante Aufgaben auf dem Server. Die iPhone-App entsteht mit Capacitor aus derselben Codebasis. Seit dem ersten Commit Ende März 2026 sind über 400 Commits zusammengekommen, und die App wächst weiter.

Sichtbarkeit in der Suche

Eine App, die niemand findet, wird nicht benutzt. Deshalb ist Suchmaschinenoptimierung bei BetBuddy Teil des Produkts und kommt nicht erst hinterher. Jedes Spiel hat eine eigene Landingpage mit fertigem HTML, eigenem Titel und strukturierten Daten, etwa für Trinkspiele, Partyspiele, JGA-Spiele oder Wer würde eher. Dazu kommen ein Blog mit Spielideen und Anleitungen, eine FAQ-Seite und eine llms.txt, die KI-Suchmaschinen erklärt, was BetBuddy ist.

Die Search Console werte ich jede Woche aus. Wo eine Seite viele Impressionen, aber wenige Klicks hat, schärfe ich Titel und Beschreibung nach, und wo sie knapp hinter den ersten zehn Treffern steht, baue ich Inhalt und interne Links aus. Das Ergebnis zeigt die Kurve: Im April kamen vier Klicks pro Woche aus der Google-Suche, Anfang Oktober waren es 258.

Liniendiagramm Klicks aus der Google-Suche pro Woche für bet-buddy.de von April bis Oktober 2026: Die Linie startet bei 4 Klicks in der ersten Woche, steigt ab Juni auf 50 bis 85, ab Mitte August auf rund 170 und erreicht in der letzten Woche 258 Klicks. Quelle Google Search Console, Stand 10.10.2026
Google Search Console
43.200Impressionen in 3 MonatenJuli bis Oktober 2026 in der Google-Websuche
×7Klicks im Quartalsvergleich1.800 Klicks gegenüber 250 im Quartal davor
Platz 3,7für „Wetteinsatz ideen“durchschnittliche Position, letzte 3 Monate
Top 10für „wer würde eher fragen“Position 7,2 bei 7.600 Impressionen

Die meisten Besuche kommen nicht über den Markennamen, sondern über Suchen nach Spielideen: „wer würde eher fragen“ in allen Varianten von lustig bis spicy, „Wetteinsatz ideen“ und „lustige Wetten unter Freunden“. Genau dort sucht die Zielgruppe, bevor sie weiß, dass es BetBuddy gibt. Im App Store kommt fast der gesamte Verkehr ebenfalls aus der Suche, und von der Produktseite zum Download lag die Konversion in den ersten 90 Tagen bei rund 11 Prozent. Alle Zahlen haben den Stand von Oktober 2026.

Ergebnis

BetBuddy ist unter bet-buddy.de und als App für das iPhone live. Aus einer Wett-App für den eigenen Freundeskreis ist ein Produkt mit acht Spielmodi, Gruppen, Ranglisten und einer iOS-App geworden. Konzept, Design, Entwicklung, Veröffentlichung und Wachstum liegen dabei in einer Hand.

Gelernt habe ich vor allem, wie wichtig der zweite Besuch ist. Die erste Wette ist schnell erstellt, aber erst Streaks, Benachrichtigungen und neue Spiele sorgen dafür, dass eine Gruppe wiederkommt. Genau daran arbeite ich weiter. Die Screenshots stammen aus der laufenden App. Namen und Inhalte aus echten Gruppen sind durch Beispieldaten ersetzt.

Web-App + iOS-App
8 Spielmodi in einer App
Top 10 bei Google für „wer würde eher fragen“
×7 Klicks aus der Suche in 3 Monaten

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